Ein Gruß

Dieses Lied trägt sich beständig als Gruß auf dieser Seite an…

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Das Leben hat Humor

Nicht immer verstehe ich ihn.

Hier schrieb ich also Verwahrtes, Gereiftes, zum Platzen Pralles, Frisches von der Leber weg.

Hatte ein eigenes Schreibheft dafür begonnen. Neues Kapitel sozusagen.

Ich schrieb von Wundern und meiner zugegeben ziemlich sturen Haltung dazu und ich schrieb von V wie Voraussetzung.

 

Nun kommt die Pointe.

Aus eben diesen Gründen wird dieser Blog demnächst auch wieder offline gehen.

 

Ich bedanke mich für euer Lesen und die Kommentare und wünsche uns allen, dass uns der Sinn für das Wunderbare im Leben, in welcher Verpackung es auch kommen mag, nie abhanden kommt!

 

Es gibt die…

Es gibt die, die schenken gerade Tee ein, wenn sie dir vom neuen Babyglück berichten. Danke für die Information (und gleichsam Vorwarnung) unter vier Augen. Nur verbrennst du dir den Mund, denn du musst da weg.
Merke: Nie heiße Getränke, wenn die Situation nicht klar ist!

Es gibt die, die haben Tränen in den Augen, wenn sie dir vom neuen Babyglück berichten. Du freust dich so viel du kannst, bedankst dich und insgeheim bist du erleichtert, dass es ein kurzer Besuch war.

Es gibt die, die du anrufst, um zum neuen Babyglück zu gratulieren. Manchmals ist Größe zeigen und Größe sein ganz leicht.

Es gibt die, die ganz groß verkünden, niemals Kinder bekommen zu wollen und dann sind sie schwanger. Da fühlst du dich belogen und nirgends mehr sicher.

Es gibt die, die berühren dich gar nicht.

Es gibt Gefühle, die überrumpeln dich, treffen dich wie Querschläger, bleiben aus, kommen mit Verzögerung, überraschen dich auf erfreuliche Art und Weise.

Es gibt alles.
Jenseits von Richtig und Falsch.

Aber für alle Fälle: Nur ein Wasser, bitte.

 

 

So Gedanken eben

„Manchmal fürchte ich, eine alte, frustrierte, kinderlose Schnalle zu werden.“

Ja, auch solche Gedanken finden sich in meinen Notizbüchern.
Was ich an Zynismus besitze, ich sage, das habe ich mir schwer verdient.
Obwohl dann Tage mit Schönem gefüllt sind, bleibt der Eindruck, dass alles grad grau, unbedeutend und unbefriedigend ist.
Natürlich immer unter der Überschrift Kinder, die nicht da sind. Oder zumindest davon begleitet und ordentlich gewürzt.

Es nützt ein bisschen zu wissen, dass das nur ein Ausschnitt eines ganzen Lebens ist.
Dennoch geht man zu Bett und hofft, dass morgen anderes Licht durch die Vorhänge scheint.

Manchmal nervt mich die ganze Thematik bis in die letzte Zelle. Wenn es schon nicht sein soll, dann will ich das bitteschön aufrecht aushalten.

 

 

Wie das Leben so spielt

Den Titel für diesen Blog habe ich im Grunde nicht selbst ersonnen. Er war vielmehr die Zusammenfassung eines Gespräches.

 

Nachdem sich unser Kind also verabschiedet hatte – ich konnte schon wieder lachen und den Frühling genießen – zeigte mein Körper, dass es so schnell dann doch nicht abgehakt werden kann. Der Kopf, der Verstand, die Statistiken, sie alle sind flotter und wollen ihr altes Tempo wieder aufnehmen.

Bei mir wurde das durch eine ansehnliche Verspannung im Nacken verhindert, die zu Taubheitsgefühlen am Kopf führte.

Meine erste Physiotherapie stand an.

Womit ich nicht gerechnet hatte: Mein Therapeut war um einiges gesprächiger als es das Klischee der Zunft der Frisöre zuschreiben würde. Und er war auch nicht von meiner Zustimmung oder aktiven Gesprächsteilnahme abhängig.

Er erzählte. Von sich. Und wie es das Schicksal wollte – er kannte meine Geschichte nicht – kam er zu dem Punkt, an dem er berichtete, wie er als junger Mann Anfang zwanzig  entschied, ganz bewusst keine Kinder in diese Welt zu setzen. Ausgerechnet!

Seine genauen Beweggründe weiß ich heute nicht mehr. Gemeinsam blieb uns allerdings die Erkenntnis: Ein Leben mit Kindern ist nicht besser oder schlechter. Ein Leben ohne Kinder ist nicht besser oder schlechter.

Es ist einfach anders.

 

Daneben ist es nun mal so: Natürlich sitzt man im Lokal neben der frohen werdenden Mutter. Zweifellos bekommt man den Physiotherapeuten, der keine Kinder will.

Alle Freiheiten, die mir dazu in den Sinn kommen und mit Respekt und Achtung (vor mir und dem anderen) zu tun haben, nehme ich mir.

 

Beim Therapeuten bin ich geblieben. Überraschenderweise hat seine Sicht – auch wenn es nicht meine ist/war/wurde – meine Perspektive erweitert.